Im Materiality Master bestimmen Schwellenwerte, wann eine Auswirkung, Risiko oder Chance (IRO) auf der Grundlage der ihr zugewiesenen Punktzahl als wesentlich oder nicht wesentlich eingestuft wird. Die Anpassung dieser Schwellenwerte in einer Wesentlichkeitsbewertung ermöglicht es Unternehmen, ihre DMA an ihre spezifischen Bedürfnisse anzupassen.
1. Was sind Schwellenwerte in der Wesentlichkeitsanalyse?
Schwellenwerte legen die Mindestpunktzahl fest, die eine IRO erreichen muss, um als wesentlich eingestuft zu werden. Standardmäßig verwendet Materiality Master – die KI-gestützte Software zur Bewertung der doppelten Wesentlichkeit – eine Skala von 0 bis 5. Der Standardschwellenwert ist auf 3 – 60 % des Maximalwerts – eingestellt, aber die Benutzer können diese Schwellenwerte für die verschiedenen Arten von IROs anpassen (z. B. einen anderen Schwellenwert für eine negative Auswirkung als für eine finanzielle Chance festlegen).
2. Schwellenwerte anpassen
- Gehen Sie zu Ihrer Materiality Master Bewertung und klicken Sie auf das Einstellungssymbol (neben dem Namen der Bewertung).
- Navigieren Sie zur Registerkarte „Metadaten“, um die Schwellenwerteinstellungen zu finden.
- Passen Sie die Schwellenwerte für alle IROs an oder legen Sie unterschiedliche Schwellenwerte für bestimmte Typen fest.
- Klicken Sie auf „Speichern“, um die Änderungen zu übernehmen.
3. Auswirkungen der Änderung der Schwellenwerte auf die Wesentlichkeitsanalyse
Wenn die Punktzahl einer IRO unter den Schwellenwert fällt, wird sie nicht mehr als wesentlich angesehen und wenn dieses (Unter-)Thema keine andere wesentliche IRO hat, wird es aus der Liste der wesentlichen Themen und der Wesentlichkeitsmatrix entfernt. Wenn Sie das Datapoints Mapping Tool verwenden, könnte sich diese Änderung auf die Liste der ESRS-Datenpunkte auswirken, die in den CSRD-Bericht aufgenommen werden müssen.
Beispiel: Wenn eine positive tatsächliche Auswirkung einen Wert von 3 hat, aber der Schwellenwert auf 3,1 geändert wird, wird sie nicht wesentlich.
4. Bewährte Praktiken bei der Anpassung von Schwellenwerten
Sorgen Sie für eine solide Begründung der Schwellenwertänderungen.
Dokumentieren Sie die Anpassungen für mehr Transparenz.
Besprechen Sie die Änderungen mit den Wirtschaftsprüfern, um sie an die Compliance-Anforderungen anzupassen.
Durch eine sorgfältige Anpassung der Schwellenwerte können Sie Ihre Wesentlichkeitsbewertung auf die Prioritäten Ihres Unternehmens abstimmen und gleichzeitig die Glaubwürdigkeit Ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung wahren.